Wieder hatte sich eine zwar überschaubare, aber hochinteressierte Gruppe zum 3. Vortragsthema zur „Gesundheit & Prävention“ eingefunden. Im Kern ging es um die oft unterschätzte oder gar unbekannte Bedeutung der Muskulatur auch für die kognitiven Fähigkeiten – vom Lern- über das Konzentrations- bis zum Erinnerungsvermögen oder auch als „Demenz-Prophylaxe“.
Der Referent machte deutlich, wie sich das Gehirn über die Entwicklungsgeschichte immer komplexer entwickelt hat und der Mensch ja stets bemüht ist, Energie zu gewinnen, zu sammeln, zu speichern. Das brennende Problem: Energie steht im Unterschied zu „ganz früher“ ständig im Überfluss zur Verfügung und wird auf Grund der vielen technologischen Annehmlichkeiten nicht abgearbeitet, in ungünstigen Fett-Depots gelagert; amüsiert waren alle über die Fitnessjünger, die mit dem Aufzug ins Studio im 2. Stock fahren…
So entstehen fast alle „modernen“ Krankheiten durch eine Fehlanpassung an die bequeme Welt, während der Organismus und die Muskulatur quasi noch immer genetisch im „Jäger- & Sammler“-Programm stecken.
Neu für viele war offenbar die Erkenntnis, dass Bewegung ganz allgemein schon mal sanfte Glücksbotenstoffe verursacht; je stärker die Aktivität, umso mehr. Aber die „Myokine“ gelangen eben auch ins Gehirn, wo sie für bessere Denkleistungen sorgen. Unter diesen Gesichtspunkten wurde klar, welche Bedeutung gerade die Angebote der Abteilungen „F&G“ sowie „Gesundheitssport und Prävention“ haben; wobei das gezielte Muskeltraining vielleicht noch einer Betonung bedarf. Es braucht dabei auch kein „Hochglanzstudio“ mit schweren Hanteln, das eigene Körpergewicht oder das Training mit Widerstandsbändern reicht aus und ist oft sogar effektiver, zumindest gesünder; leuchtende Beispiel dafür sind Sportlegenden wie Tom Brady oder Luca Modric.
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Michael Franz

